Tuesday, February 28, 2006

Freitag im Flamman

Letzten Freitag haben wir (Stefan, Swen, Armin und ich) beschlossen mal ins Flamman zu gehen.
Das Flamman ist auch so ein Studentenpub wie das HG nur mit dem Vorteil, dass das Bier am Freitag nur 16 SEK (etwa 1,6 €) kostet, was wir natürlich auch mal ausnützen wollten.
Also wurde wieder mal eine Pre-party gestartet um anschließend ins Flamman zu fahren.
Das Flamman öffnet um halb 11, aber wer reinkommen will sollte schon um halb 10 oder viertel vor 10 da sein.
Wir kamen also um viertel vor 10 beim Flamman an und dachten uns schon, dass heute überhaupt nichts los sein wird, da keine allzu große Schlange davor war. Falsch gedacht! =) Fünf Minuten später waren jede (!!!) Menge Leute hinter uns, die auch rein wollten.
Um uns die 45 Minuten Wartezeit bis zum Einlaß zu verkürzen hat Stefan noch einen Mix mitgenommen. Das Problem war, dass ich eher in Bierstimmung war als auf den Mix von "Braunem" mit Eistee. Swen hat auch nicht allzu viel davongetrunken und Armin keinen Schluck. Daher musste Stefan den Special-Eistee wohl oder übel alleine austrinken, was er später noch bereuen sollte. ;)

Um halb 11 war dann endlich Einlaß und ich hatte Glück, da ich die 50 SEK für den Eintritt während des Anstehens gefunden hatte. Also wir rein um halb 11, an die Bar und erst mal eine Runde Falcon Export bestellt, dann umgesehen:
ENDLICH, wir hatten sie gefunden: die typischen Schwedinnen von denen man immer redet. Warum sind diese hübschen Ladies nie im HG?? =)
Um halb 12 war Stefan aufgrund seines Schlaftrunkes schon an einem Tisch eingeschlafen und wurde von einer Security-Dame geweckt und rausgeleitet. Swen folgte.

Armin und ich blieben noch und tanzten ein bißchen. Da es zu zweit aber eher ein bißchen fad ist, haben wir um halb 2 das Flamman verlassen und sind ins HG gefahren. Auf dem Weg dorthin trafen wir noch Nima, einen Iraner, der mit uns ins HG kam.

Um 3 hab ich dann das HG verlassen und habe zu Hause noch angefangen mein Notebook neuaufzusetzen, da ich bereits so große Probleme hatte, dass ich mich nicht mehr einloggen konnte. Ich muss so um 4 eingeschlafen sein, aber als ich Samstag morgen aufgewacht bin war Windows XP neuinstalliert....Heinzelmännchen?

Up, up and down!

Wednesday, February 22, 2006

Der Australier im Schnee

Jedes mal wenn es schneit muss ich an die Australier denken. Es muss wirklich ein tolles Gefühl sein wenn du mit mitte 20 zum ersten mal Schnee siehst.
Ich kann sie alle im Schnee rumspringen sehen. Sie freuen sich wie die kleinen Kinder.
Doch der Schnee hat auch seine Tücken, wenn man ihn vorher nicht richtig kennengelernt hat:
Letztens traf ich Ben, den Australier, an der Uni mit seltsamen Schrammen im Gesicht. Ich sprach ihn darauf an und er stammelte mit seinem australischem Akzent irgendwas von "Bikecrash" und "...fucking snow". Als er sich wieder gesammelt hatte, wurde mir langsam klar worum es ging.
JA..Schnee ist rutschig wenn er auf der Straße liegt und man kann sich mit dem Fahrrad nicht wie Valentino Rossi in die Kurve legen.

Heute hat es wieder 20cm geschneit. Auf dem Weg zur Uni sah ich wieder einen Australier im Schnee liegen und Schneeengel machen. Ich hab mir echt überlegt ihm noch zu sagen, dass es eigentlich keinen gelben Schnee geben sollte, in dem er sich gerade voller Freude wälzte.
Habs mir dann aber doch anders überlegt und bin mit einem kleinem Lächeln weitergeradelt.......

Monday, February 20, 2006

Das Wochenende

Mein letztes Wochenende sollte eher ruhig sein. Die Deutschen wollten am Freitag nicht weggehen um sich für den Kravall für Samstag vorzubereiten. Leider habe ich verpasst für den Kravall eine Karte zu kaufen, darum kein Kravall für mich am Samstag.

Daher kam der Vorschlag von Swen und Stefan am Freitag nur Filme zu schauen. Da ich aber bereits mit Kim (Schwedin, die ich hier vor ca. 4 Wochen kennengelernt habe... NEIN IST NICHT MEINE NEUE FREUNDIN HIER, Bemerkung aufgrund irgendwelchen Gerüchten, die kursieren) abgemacht habe, dass wir Film schauen und die Deutschen sicher in deutsch schauen, haben Kim und ich beschlossen, dass wir bei mir Southpark- The Movie anschauen.

Gesagt, getan...
Kim hat so einen grausigen Dip für die Nachos mitgebracht, dass wir den mit Martini und Bacardi runterspülen mussten. Trotzdem konnten wir nicht aufhören das Zeug weiter zu futtern, so dass immer mehr Martini und Bacardi floss. Es sollte doch nur ein ruhiger Abend werden!!!
Stattdessen wurden Spiele erfunden, wie: Eiswürfel mit dem Glas auffangen, was zu einer Riesensauerei auf dem Boden führte. Ich hoffe ich konnte alles beseitigen ohne meine Mitbewohner zu verärgern! ;)
Um halb 2 war die Flasche Bacardi weg und vom Martini fehlten 3/4. Also auf ins HG!!! Noch getanzt bis um 3 und ich muss dann so um 4 ins Bett gefallen sein.

Samstag morgen: 11 Uhr...SMS von Janine. Ich: MEGAKATER

Trotzdem aufgewacht und an den Computer gesetzt um MEINER Freundin zurückzuschreiben. Mir war so etwas von kotzübel. Hab mich den ganzen Tag nicht mehr gefangen. Die Deutschen hätten mir sogar ne Karte für den Kravall organisiert, aber ich war einfach nicht fit genug um zu gehen.
Darum bin ich zu Hause geblieben und hab bis um halb 5 ferngesehen. Das ist echt ein Vorteil in Schweden, dass alles auf Englisch im TV kommt.

Sonntag:

Den ganzen Sonntag nur rumgelungert und nichts Vernünftiges angestellt.
Am Abend dann Eishockey geschaut und mit den Deutschen und Corinna (Studienkollegin aus der FH) Chilli con carne gekocht. Sah anfangs nicht wie Chilli aus...war es dann aber doch und schmeckte vorzüglich!

Fotos Chilli con carne - Kochen:

Thursday, February 16, 2006

Nudelallergie

Langsam bekomm ich schon ein gräßliches Jucken am ganzen Körper und rote Flecken im Gesicht von den vielen Nudeln, die ich Tag für Tag in mich reinstopfe. Ich glaube nächsten Monat wird mal die Pizza-allergie erfunden.

Mein Tag war heute mal richtig anstrengend. Von eins bis fünf 4 stunden Hardcore-Strömungslehre. Dann schnell nach Hause, die Nudelallergie ignoriert und einen Topf Nudeln aufgesetzt. Schnell runter damit, nur immer ne Pause zwischen dem Essen gemacht um mir den juckenden Rücken mit der Gabel zu kratzen.

Um 7 wieder an die Uni um ein Strömungslehrelabor zu meistern. Um halb 10 wieder zu Hause und langsam hör ich den Martini aus dem Kühlschrank rufen. Wurde dann aber doch übertönt vom Lärm des Sixpacks auf meinem Fensterbrett.

Jetzt sitz ich hier, trink ein Bier und überleg mir echt ob ich noch ins HG (Studentenpub, das ich direkt von meinem Fenster aus sehe) gehen soll. Die Anna hat gesagt ich solle mitkommen.
Die Deutschen wollen nicht mit.
Hm... vielleicht noch ein Bier und dann gehts los? Ich lass es euch morgen wissen!

Up, up and down!

Wednesday, February 15, 2006

Kravall

Kravalle werden hier die Studentenfeste genannt, die sicher zweimal im Monat stattfinden. Sie finden immer an einem Donnerstag statt, was das Aufstehen und zur Uni gehen am nächsten Tag schwer gestaltet. Irgendwie gibt es so eine Art Dresscode: das sind so Latzhosen in verschiedenen Farben. Jeder Schwede trägt so eine Latzhose auf dem Kravall. Durch die Farben lässt sich bestimmen von welcher Fakultät man kommt. Es würde auch solche Latzhosen für die Exchange-Students geben, aber ich hab mir aufgrund des Preises von 440 SEK (ca. 44 Euro) das Geld lieber gespart um es anders zu investieren.

Diese Kravalle sind wirklich heissbegehrt. Es werden nur an einem bestimmten Tag Tickets dafür verkauft. Man muss um 8 Uhr morgens an der Uni sein um sich eine Nummer zu holen, dass man sich um 12 in der Schlange für die Tickets anstellen darf. Echt krank die Schweden!
Die hartgesottenen Schweden stehen bei wirklich populären Kravallen um 3 oder 4 in der Früh auf um an der Uni sich in die Schlange für die Nummern zu stellen.
Ich war letzten Donnerstag auf einem solch einem heissbegehrten Kravall, aber ich hatte Glück: für mich wurde angestanden!!! Auf dem Kravall spielte eine in Schweden sehr bekannte Band: The Sounds...war ganz ok.

Dann ist es bei jedem Kravall noch Pflicht, dass es eine Pre- und eine Afterparty gibt. Die Fotos, die unten folgen werden, stammen von einer Pre-party in meinem Korridor. Zu sehen sind auch die verschieden farbigen Latzhosen der Schweden.


Stefan und Anna (Mitbewohnerin)

Stockholm

Am Samstag, den 11. Februar gings ab nach Stockholm da meine Kollegin Alexandra das Wochenende auf Besuch war. Also sind Stefan, Swen, Alex und ich am Samstag sehr früh aufgstanden um mit dem Zug nach Stockholm zu fahren.
Ich muss euch sagen Stockholm ist eine wunderschöne Stadt. Es war super Wetter nur wieder mal ein bißchen kalt. Wir haben uns so einiges angesehen und sind alles zu Fuß gegangen. Wir haben nur ein paar mal den Bus für eine Station benutzt um unsere 24h Karte auszunützen die wir für umgerechnet 9,5 € gekauft haben, weil wir gedacht haben wir brauchen die verdammte Karte. Was dem aber leider nicht so war.
Ein Besuch im Vasamuseet, ein Museum in dem ein Schiff aus dem Jahre 1628 gezeigt wird, ist sehr empfehlenswert. Hat uns sehr gefallen.





Valentinstag

Am gestrigen Valentinstag hatte einer meiner deutschen Freunde, der Swen, Geburtstag, was uns natürlich sofort ein Anlaß war eine Pre-party, vor es ins Studentenpub geht, zu starten. Mit genug Havanna Club für Cuba Libre (eigens importiert aus Deutschland, da der Alkohol hier manchmal das doppelte kostet und man ihn nur in einem eigenen Laden namens "System Bolaget" kaufen kann) ausgerüstet gings in Stefans Korridor (der zweite Deutsche mit dem ich mich gut verstehe) los. Es stellte sich bald heraus, dass ein Schwede aus Stefans Korridor auch Geburtstag hatte, was zu einer wirklich lustigen Runde mit jeder Menge Bier, Wodka, Cuba Libre und Whiskey führte.
Etwa um 12 gings ins Studentenpub HG wo fleißig weitergefeiert wurde. Aber als das Pub schließ geriet alles ein bißchen ausser Kontrolle. "Ich weiss echt nicht wo die verdammten Einkaufswagen herkamen!" Aber seit dem Auftauchen der Einkaufswagen kam ich mir vor wie in der MTV Show "Viva la Bam". Nach den Einkaufswagenrennen mit beinahe tödlichen Unfällen =) gings wieder zum Stefan um sich weiter zu betrinken. Diesmal war auch irgendein total betrunkener Schwede aus Swens Korridor mit von der Partie. Nach weiter reichlichem Smirnoff-Wodka genuss wurde der Schwede rasiert. Ich habs euch ja gesagt: Viva la Bam! =)
Ich bin dann irgendwann um 5 oder so ins Bett gefallen und das Einzige was noch an den gestrigen Abend errinnert ist das Kopfweh und die schmerzenden blauen Flecken des Rennens!



Nachholbedarf

Ich weiss, dass ich bis jetzt einfach zu faul war um einen Blog zu starten und jeden Tag meine Berichte abzuliefern. Das wird sich jetzt ändern, da ich doch einen geschaffen habe um meine Fotos und Eindrücke von Schweden auch anderen zu zeigen und mitzuteilen.

Kurze Zusammenfassung:
Ich bin in meinem Auslandssemester an der Universität von Linköping, Schweden. Bin bereits seit dem 10 Jänner hier und es gefällt mir eigentlich ganz gut. Es wäre jetzt zu viel Arbeit alles nocheinmal niederzuschreiben was bis jetzt so abging, aber ich werde mich bemühen ab jetzt täglich zu schreiben und dann erklärt sich eigentlich alles von selbst.